Digital stark. Menschlich stärker: Warum die Zukunft der Bankfiliale gerade erst beginnt.

Published on November 20, 2025

Online boomt, Beratung bleibt unverzichtbar.
Die neue Bitkom-Studie zeigt, worauf Banken jetzt wirklich setzen müssen, um Kundinnen und Kunden zu halten und zu gewinnen.

Die aktuelle Bitkom-Studie zeigt: Während immer mehr Deutsche Online Banking selbstverständlich nutzen, wächst gleichzeitig der Wunsch nach persönlicher Beratung und erreichbaren Filialen. Ein Widerspruch? Ganz im Gegenteil. Die Filiale wird zum Ort für Beziehung und Vertrauen, während der digitale Alltag längst selbstverständlich geworden ist.

Für Banken heißt das: Die Zukunft liegt nicht im „entweder-oder“, sondern im „sowohl-als-auch“. Digitale Exzellenz ist Pflicht, persönliche Nähe bleibt der Schlüssel zur Differenzierung. Wer Kundenzentrierung wirklich ernst nimmt, kombiniert beides und positioniert sich damit stärker gegen Direkt- und Neobanken.


 

📌 1. Online Banking wächst – aber nicht als Ersatz für alles
86 Prozent nutzen Online Banking, in allen Altersgruppen steigt die Nutzung. Besonders spannend: Selbst die Generation 65+ digitalisiert sich rasant. Trotzdem bleibt Online Banking oft eher „Basisnutzen“, keine echte Differenzierung.

📌 2. Filialen werden wieder relevanter als gedacht
Trotz Digitalisierung: 61 Prozent nutzen Filialen weiterhin, 14 Prozent sogar ausschließlich. Das genaue Gegenteil vom weit verbreiteten „Filialen sterben aus“-Narrativ.

📌 3. Beratung bleibt ein echter Entscheidungsfaktor
54 Prozent wollen persönliche Beratung. Filialen sind weniger Transaktions-, sondern immer mehr Beratungsorte, gerade bei komplexen Themen und Neukundengewinnung.

📌 4. Preis und digitale Qualität treiben Kunden zur Direktbank
Neobanken punkten bei Einfachheit und Kosten. Filialbanken werden austauschbar, wenn sie nur noch digital versuchen mitzuhalten statt klare Mehrwerte zu liefern.

📌 5. Digital ist Pflicht, nicht Kür, aber Qualität hapert
Die Bewertung des digitalen Bankings fällt mit Note 3,1 eher mittelmäßig aus. Für Marketing heißt das: UX-Optimierung, klare Differenzierung und echte Convenience statt Feature-Listen.

📌 6. Filialschließungen sind ein strategisches Risiko
Wer blind reduziert, verliert Flächenpräsenz als Wettbewerbsfaktor. Die Studie warnt: Wer zu stark verschlankt, wirkt wie eine Direktbank, nur teurer.

📌 7. Kundenzentrierung muss erlebbar sein
„Serviceorientierung“ als Marketing-Slogan reicht nicht. Kundinnen und Kunden wollen spürbare Nähe, Verlässlichkeit und Relevanz in entscheidenden Momenten.

 


In diesem Artikel wird ein realistisches Bild gezeichnet: Digitalisierung funktioniert nur, wenn Beratung und Nähe nicht geopfert werden. Die Insights helfen, Positionierung und Kanalstrategie intelligenter auszurichten, bevor Direktbanken und FinTechs weiter Vorsprung gewinnen.

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